Jul 082007
 

 

Nach 33 Ruedis schliesst sich der Kreis. Nach so vielen Verleihungen geht die Trophäe dahin zurück, wo sie her kommt. In die Dorfbeiz. Nach Ruedi gewinnt erstmals wieder ein mürrischer Wirt den Titel. Die Generalversammlung des Lietsch City Football Clubs fand an neuer Stätte statt; anstatt in der Stadt in der Linabar auf dem ‚Sälti’, dem ‚Hübel’, in 4411, in der Untergrund-Dorfbeiz mit den vier Tischen und den vergilbten Fotos, die das Dorfleben der vergangenen Jahrzehnte dokumentieren. Einer fühlt sich da besonders wohl, nicht nur, weil im die Hütte seit kurzem gehört. Er vergisst, dass er Freunde zu Besuch hat, die gerne mit ihm diskutieren, singen und feiern würden. Er vergisst, dass er Präsident eines Fussballvereins ist, dessen Mitglieder sich hier zur jährlichen Generalversammlung treffen. Glückselig ist er, wenn er mit einem Lumpen den Tresen wischen kann. Zufrieden räumt er herrenlose Bierdeckel weg und liebevoll spült er verklebte Aschenbecher aus. Unser Präsident ist Wirt aus Leidenschaft. Da lässt er sich auch nicht stören, wenn ein halber Fussballclub auf die Tische steigt und Hymnen auf sein Lokal intoniert.

 

Ruedi der Woche 33: Simon „Ruedi“ Wahl.

 

Die dritte GV (hat nichts mit Geschlechtsverkehr zu tun. Oder fast nichts. Wie auch Hymnen nichts mit Hymen zu tun hat. Oder eben auch fast nichts.) ermutigte folgende andere Member zu kurligen Aktionen.

 

  • Bato „Robin Hood“ Semrd gewann als Ruedi des Jahres eine Ausgeburt der Morphologie. Die hässlichste Gurke, die in der Migros aufgetrieben werden konnte, wurde als Preis überreicht, wenig später herumgegeben und von der Meute verspiesen.
  • Grunz fuhr kurz vor acht Uhr vor um zu merken, dass er den offiziellen Teil exakt verpasst hat. Der Junge braucht einen Vormund.
  • Moni „Monivomhoney“ Thommen beugte sich dem Druck des Wirtes, welcher seine Stammbeiz unbedingt Cannabis-technisch entjungfert wissen wollte und kam den Chorälen der Masse nach („Moni bau e Joint, Moni bau e Joint…“).
  • Olivier „Ollä“ Walter und Simon „Simbo“ Gass beschissen beim Jassen. Drei Matches in Folge sind nicht anders zu erklären.
  • Florian „Flönder“ Walder zettelte eine Bierdeckel-Schlacht an, wie sie in der Geschichte der Linabar noch nicht vorgekommen sein dürfte.

 

Nächster Event: Lietsch City Cup. Da geschehen auch meistens witzige Dinge. Zickezacke Hühnerkacke.

 

 

 

„Hee! Machet sofort das Fänschter zue! Das isch e Stammbeiz. Do wird nid glüftet.“

 Veröffentlicht von am 08/07/2007

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