Mrz 252007
 

Irgendwann, damals, als der Ruedi noch einigermassen regelmässig erschien, wurde eine flächendeckende Aufklärung über den Disput zwischen den Aussenverteidigern Walder und Gass angekündigt. Dies stimmte mich nachdenklich, und ich sinnierte für einen Moment darüber. Dann merkte ich, dass ich an ein kühles Bier dachte. Also konzentrierte ich mich erneut, und versuchte, die Zwietracht zwischen dem Florian und dem Simon zu erfassen. Ist denn da tatsächlich eine Spannung vorhanden, fragte ich mich.

Gehen wir also ein wenig in die Tiefe, tauchen wir ein in die Psyche des wohl dominierenden Pols in dieser Achse (des Bösen? des Guten? lhöhle der Hölle?) und versuchen zu ergründen: wer ist Florian Walder eigentlich?

Oberflächlich verkörpert er den perfekten Spagat zwischen dem Traumschwiegersohn und einem eingefleischten Hip-Hopper, sozusagen der Stress des LCFC: Manieren gegenüber seiner Melanie, Street Credibility gegenüber seinen Jungs.

Doch die Oberfläche sagt nicht viel aus, die Oberfläche ist gut für die Fotosynthese, jawohl, aber nicht für eine Geistesanalyse!

Der Gärtner mit Uniabschluss ist im Grunde eine verträumte Natur. Er schlendert gerne mit der Einkaufs- oder einer sonstigen Tüte in der Hand durch die belebten Gassen (sic!) von Basel und erfreut sich der spärlichen urbanen Grünzonen. Selten bringt ihn etwas aus der Ruhe. Er lacht gerne. Sei es bei einem Jass oder im Gespräch mit Noël „Fantastic“ Fanghänel, immer blitzt sein sympathisches Lächeln auf. Er kann nicht wirklich böse sein, denn er nimmt nur diejenigen Dinge ernst, welche ihn höchstwahrscheinlich nicht böse machen können. Und die sind in der Anzahl beschränkt.

Dieser liebevolle Kerl soll nun ein Heisssporn sein, soll den Gassen verspassen wo es nur geht? Und dies alles vom Vorsatz erfasst? Nein. Walder nimmt Gass nur nicht für voll.

Das Problem ist jedoch: auch der Gass hat Mühe, dem Walder humorlos entgegenzutreten (ausser beim Jassen) und so dreht sich dieser scheinbare Disput nur darum, wer von den beiden sich zuerst ernsthaft auf den anderen einlässt.

Das klang jetzt aber ganz schön homosexuell. Dies sollte zwar eine Hymne auf den Flo werden, jedoch keine Liebeserklärung! Darum schliesse ich folgendermassen: Florian, tief in mir drinnen möchte ich dich respektieren. Es ist mir zwar noch nicht gelungen. Aber ich arbeite daran.

PS: Ruedi, damit ist das Nötige gesagt. Also halt den Laden.

 Veröffentlicht von am 25/03/2007

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