Sep 082006
 

Dies ist eine Klageschrift gegen den grauenhaften Elektrosmog.

Da ich im Studium momentan so fleissig bin wie Biene Maja während der Eiszeit Würm, also juristisch komplett inaktiv, werfe ich nun auf dem Internet mit Anschuldigungen um mich.

Hier geht es um den elektromagnetischen Skandal der heutigen Zeit. Um die teuflische Strahlung. Um die unbarmherzigen Killer-Wellen. Den Fluch der Technik.

Meint ihr tatsächlich, alle diese zeitgenössischen Annehmlichkeiten gäbe es gratis und franko, ohne Gegenleistung ausser den 9.90 für das Migros Budget-Handy, ausser der bequemen Monatsgebühr für die Swisscom? Das praktische Wireless-Internet fordere keinerlei Tribut? Meint ihr das? Dass die ganze Geröntgerei auf dem Flughafen oder im Warenhaus nur den Terroristen oder den Dieben schade? Das meint ihr? Oh, naives Pack.

Doch zuallererst: wissenschaftlich ist es bewiesen, dass elektromagnetische Strahlung das menschliche Gewebe aufwärmt.

Und wenn das Gewebe aufgewärmt wird, dann ist das nicht gesund.

Für die Eiszeit Würm, die gute alte kalte Freundin, war Wärme auch nicht gesund. Uns wirds ähnlich gehen: Und wuueg. Wenigstens Biene Maja und die Aasgeier haben dann wieder zu arbeiten.

Das Traurigste an der ganzen Entwicklung ist unsere Gleichgültigkeit, ja Ignoranz. Ich muss mich gar vor Repressalien fürchten: weise ich etwa die Granate und den Prinz darauf hin, sie sollen nicht mit ihren Handys in meiner Genitalgegend herumfuchteln, dann beenden diese den Strahlen-Angriff keinesfalls. Sondern sie aktivieren an ihren Handys die Bluetooth-Funktion, um die Dosis noch zu erhöhen! Da hilft dann nicht einmal mehr die Cake-Form aus Blech um mein potentielles Familiengut zu retten.

Ich nehme es auf mich, der einsame Rufer im Walde zu sein.

Doch wenn ihr genau nachdenkt, dann könnt ihr euch bestimmt an das Kopfweh nach einer Weile kabellosem Surfen oder die warmen Ohren nach einem Mobil-Telefonat erinnern.

Dann denkt an mich. Und ich wette, ihr lacht strahlend.

 Veröffentlicht von am 08/09/2006

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