Sep 082006
 

Wenn immer nur über das Extreme berichtet würde, ginge das Gespür für das Wesentliche und die Liebe zu dem Alltäglichen im Strudel der Effekthäscherei unter, die uns die moderne Erlebnisgesellschaft beschert. Dagegen möchte ich hier ein Mahnmal setzen und den renommiertesten Preis der Dummbatzigkeit, den Ruedi der Woche in seiner prachtvollen 27. Ausgabe, einem einzigen Tag, nämlich dem 7. September 2006, widmen. Aber sicher nicht in dieser Sprache. Diese elitäre Scheisse überlasse ich gerne einer anderen ach so eloquenten Kolumne auf dieser Homepage (mit dieser Provokation in der Fresse schreibt der Zuständige dort vielleicht auch bad wieder etwas Neues).

Zurück zum Thema. Stellvertretend für diesen Trainingsabend, soll einer geehrt werden, dem solche Alltäglichkeiten nicht entgehen, der sie zu schätzen weiss, viel lachen kann deswegen und dem ich wenige Zeilen weiter oben gut an den Karren gefahren bin. Ausserdem hat er an diesem besagten Trainingsabend ausserordentlich stark geschwitzt. Ohne Kohl, es war verdammt grausig, wääh(und schreib mal eine neue Geschichte!).

 

Ruedi der Woche 27: Simi „Tropechopf“ Gass.

 

Aber es waren ja noch 21 andere Lietsch-Jünger anwesend gestern.

 

  • Bato „Diva“ Semrd marschierte in der Garderobe direkt auf die Tasche des Verfassers zu und legte ihm die neueste Ausgabe des Playboy hinein.
  • Stefan „Laut“ Koller, Simon „Durlips“ Gass, Florian „Dendemann“ Walder und Thilo „Barmherziger Herrscher über die Welt“ Mangold verliessen ihre Stammplätze im 83er schon auf der Windentaler-Höhe, um den Bus an der ARPE-Haltestelle wieder zu betreten. 30 Sekunden langsamer und die Abwehrreihe hätte geflucht statt gejubelt.
  • Nils „Nilly“ Baier hatte es nicht so mit dem Ball flach halten. Trotz Regelvorgabe durch den Schleifer Cédi, entwischte ihm immer wieder ein Schuss in Richtung Schwarzwald, meist begleitet von einem kräftigen Kraftausdruck.
  • Sven „Muchi“ Mangold verkleidete sich nach dem Training als Latino-Schwurpe und erklärt lässig, er wolle Benj „Muchi Numero 2“ Fässler ins A2 begleiten. Das schwarze, enge, glitzernde Hemd erinnerte an die Hochzeit eines homosexuellen Hirschkäferpaares.
  • Cédi „Allenatore“ Pezzali zeigte wieder einmal ein Training lang nach links, wenn er „oben“ meinte, nach hinten, wenn er „hier“ meinte, nach rechts, wenn er „unten“ meinte, nach Giebenach, wenn er „ins Tor“ meinte und nach Hause, wenn er „Linde“ meinte. Der Mann hat ernsthaft Orientierungsschwierigkeiten.

 

Fürs nächste Mal sind natürlich wieder Extreme gefordert. Und ein neuer „Simi G. hat das Wort“ – du Dilldapp.

 

 

„Jo i ho e neue in dr Leitig. S isch eine porot. I muess nur no olli „o“ wieder zu „o“s moche, süscht verstoht niemer mis Ommelerdütsch.“

 Veröffentlicht von am 08/09/2006

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