Feb 222005
 

Die Swisscom kann ein Lied davon singen, wir von Lietsch schreiben einen Text derüber. Die letzte Meile als wichtiger Meilenstein. Nicht in Form einer Kupferdrahttelefonleitung sondern eines Fussballspiels. Nicht aus Anlass einer Bundesratsverordnung sondern aus Anlass des 2:7-Sieges über den SV Sissach. Seien wir ehrlich. Was uns in Erinnerung bleibt, wenn wir an denjenigen Samstagabend denken, ist eine schwache, kalte und verregnete zweite Halbzeit, in der wir zwei Gegentore kassierten.
Darf uns unser Gehirn diese Erinnerungen diktieren? Selbstverständlich will es tagein tagaus auf Gedankenwegen flanieren. Sprüche platzieren. Eben den grossen Macker und mit mentalem Leuchtstift vergangene Dinge markieren. Doch das Gehirn kann die Erinnerung an ein Fussballspiel nicht alleine prägen. Das Herz schlägt durch, das königsblaue, der Bauch grummelt nervös mit (und im Falle gewisser treuer Matchbesucher hat auch die Leber noch ein Wörtchen mitzureden). Die Diktatur des Gehirns ist sicherlich nicht total, wie das eventuell auch Papa Ratzinger ausdrücken würde.

Überlagern denn die zwei Gegentöpfe wirklich die durchaus sehenswerte torreiche erste Hälfte? Kurzzeitig ganz bestimmt. Sie vermischen sich dann jedoch sicherlich, so wie sich ein zitronenbewehrtes Cola und ein gesenftes Salamisandwich im Magen vermischen.

Das ungute Gefühl der mühsamen Momente sollte uns ruhig ein wenig im Nacken sitzen. Vertreiben lässt es sich auf relativ einfache Art und Weise: mit einer gehörigen Portion Spass am Fussball.

 Veröffentlicht von am 22/02/2005

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