Jan 092005
 

“In a galaxy far, far away…”

Gerüchten zufolge konnten Anwohner der Dreifachhallen Hofmatt in Gelterkinden den Lärmpegel kaum beschreiben, als der damals frisch zusammengewürfelte Lietsch City-Tross während der ersten Durchführung des bereits legendären (man könnte sogar sagen, einem Lietsch City-Cup ähnlich ruhmreichen) Hallenturniers für Stimmung und überraschende Resultate sorgte. Ein Jahr später sollte es also wieder soweit sein.

Erwartungsgemäss erschienen die Fussballbegeisterten aus der Kantonshauptstadt in überwältigender Schar.

Die Vertreter des treuen Mobs, zwei Trainer, zwei Teams.

Die beiden Mannschaften platzten schier aus allen Nähten, nachdem beim Vorstand das Anmeldetelefon sturmgeklingelt hatte, und geizten auch nicht mit ihren spielstarken Reizen: denn unter anderen waren Martin „l’entreneur a.D. Master Splinter“, der nach längerer Zwangspause umso motivierter aufspielende Sven „mit den Scherenbeinen“, die GSoA-Anhänger Christof „und Paul“ und Matthias „der Langfinger“ sowie die erstmals ernstkämpfenden Nachwuchsgötter Remo „der Stecher“ und Jan „der Rabauke“ mit von der Partie.

Lietsch City A und B sorgten denn auch von Beginn weg für eine Dominanz in dunklem Blau. Unterstützt durch die Gesänge von der Tribüne Süd liefen die Herren herrlich zur Form auf. Dies unter den stolzen Blicken der beiden Trainer Simi Wahl und Thilo Mangold, welche sich beide in ihren Konfirmationsanzug warfen und somit auch unter den anwesenden Vertretern der Trainergilde für klare Hierarchieverhältnisse sorgten. Die City-Coaches standen denn auch mode- und gestenmässig einem Chrigl Gross in nichts nach.

Alsdann traf im Gipfeltreffen der LCFC auf den Gastgeber Galaxy, und natürlich wurden vor Spielbeginn freundschaftlich EM-Bildchen ausgetauscht. Die Emotionen fanden einen Höhepunkt als ausgerechnet Adi „der galaktische Judas“ das Tor des Spiels erzielte, worauf sich die Stimme des Speakers überschlug und Lietsch City A die Finalspiele erreichte.

Doch je länger sich das stimmige Turnier hinzog, desto unkonzentrierter wurden die Lietscher Jungs. Mag es das fehlende feurige Chili gewesen sein oder der Hexenschuss des Offensivteufels Thomi „die Beule“, die Teams brachen nun regelrecht ein und Lietsch City B scheiterte hauchdünn in der Vorrunde.

Von dieser herben Enttäuschung gezeichnet, war es ein schwieriges Unterfangen, die im Turnier verbliebene Mannschaft zu motivieren. Doch genau dies gelang den Trainern mit Hilfe einer meditativen Pause zur Hymne „Lietsch City – a City of Love“ von R. Kelly. Und trotzdem musste der Traum vom Pokal platzen, als sowohl das Halbfinale wie auch das Spiel um Platz 3 verloren gingen. Zu diesem unglücklichen Ende gesellte sich schliesslich noch ein unrühmlicher Abgang des Turnierzweiten Frenkendorf, welcher den Begriff „Spass am Spiel“ auf irgendeine Art und Weise mit „Freude an Schlägereien“ verwechselt haben musste.

Für den LCFC blieb der Trost, gut gekämpft und fair aufgetreten zu sein. Den Ehrgeiz, den grossen Pokal das nächste Mal mit nach Hause zu nehmen, ist der Truppe jedoch geblieben.

 Veröffentlicht von am 09/01/2005

 Antworten

(notwendig)

(notwendig)