Okt 172016
 

Lietsch spielte innert einer Woche gleich zweimal an demselben Ort – jedoch gegen zwei komplett unterschiedliche Gegner.

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Lietsch zog am vorletzten Wochenende gegen Möhlin-Riburg/ACLI einen rabenschwarzen Sonntag ein. Mit der Überzeugung, dem Gegner paroli bieten zu können und einen Sieg (überzeugendes 5:1 gegen Eiken) endlich auch mit einem Sieg zu bestätigen, ging das Team ins Spiel.
Nach 5 starken Minuten liess Lietsch jedoch unverständlicherweise alle Zügel gehen und geriet bis zur 20. Minute gleich mit 0:3 ins Hintertreffen. Als Chelli dann einen Foulelfmeter aus dem Winkel kratzte und Möhlin aus 3 Metern das komplett leere Tor nicht zu treffen vermochte, keimte berechtigte Hoffnung auf, das Momentum könnte noch kippen. Und so kam es tatsächlich zum Anschlusstor durch Yannick Lanz nach einer schönen Kombination und sogar noch zum 2:3 durch Hatsch Studer mit einem herrlich verwandelten Freistoss. In der Euphorie vergass man aber, dass man auch noch verteidigen muss, um gewinnen zu können und kassierte postwendend noch zwei Gegentore. Alles in allem eine sehr frustrierende und mehr als unnötige Niederlage, bei der man vom Gegner ganz hart für jeden Fehler bestraft wurde. Scott Chipperfield (seit unserem Cupspiel im Herzen fanatischer Lietscher) musste sich diese Leistung seines Lieblingsteams schöntrinken und kommentierte (nicht ganz) nüchtern: „Gegen uns wart ihr aber viel besser.“ Recht hat er, der alte Haudegen.

Das Team von Simi Spinnler und Michael Vock traf nun also eine Woche später an, diesem wunderschön warmen Herbstsonntag, auswärts in Möhlin auf NK Pajde (das Team des Barca- und Ex-FCB Spielers Ivan Rakitic). Nach der ärgerlichen und höchst unnötigen Niederlage gegen Möhlin-Riburg vor wochenfrist an selber Stelle, wollte Lietsch eine Reaktion zeigen. Dass dies nicht einfach werden würde, liessen die bisherigen Resultate des Gegners und die Warnung der Spieler von Möhlin vermuten, die darauf hinwiesen, dass Pajde jeweils die erste Mannschaft (aus der 2. Liga interregional!) spielen lässt.
Umso grösser war die Überraschung, als deren Torhüter bei seinen Abstössen knapp weiter als die 16er-Linie kam und wohl kein einziger Spieler auch nur annähernd 2.Liga-Niveau aufwies. Es stellte sich heraus, dass deren (von Rakitic importiert und bezahlten) kroatischen Ballkünstler gleichzeitig selber ein Spiel hatten und somit die zweite Garde gegen Lietsch ran durfte. Trotz etwas zu legerem und teilweise leicht überheblichem Auftritt der Gäste aus dem Baselbiet, lag man bis zum Pause verdient 0:4 in Front. Nach der Pause musste der Torhüter des Gegners verletzungsbedingt ausgewechselt werden, was dazu führte, dass der Gegner einen Feldspieler ins Tor stellen musste, der danach lauthals sein Team nach vorne peitschte. Dies schien jedoch vor allem Lietsch zu beflügeln und so fielen nochmals 7 Tore zum Schlussstand von 0:11 (!).
Speziell zu erwähnen gilt hier das Tor von Chelli, der das Stängeli mit seinen ersten Pflichtspieltor für Lietsch besiegelte. Dies eine Woche nachdem er als Torhüter noch einen Elfmeter pariert hat. Man finde zuerst einen anderen „Siebesiech“ der innert einer Woche beide Kunststücke vollbracht hat.
Des Weiteren möchte sich Pajde recht herzlich bei Bläsi bedanken, der mit einem völlig missglückten Flankenversuch für einen Lachkrampf des gegnerischen Ersatztorhüters sorgte.
Zu erwähnen gilt auch, dass Pajde trotz der Packung ein äusserst fairer Gegner blieb.
Die Tore für Lietsch schossen (in chronologischer Reihenfolge): Juma, Vinz, Hutsch, Juma, Hutsch, Hutsch, Alen, Otze, Alen, Chelli, Alen

 

 

 Veröffentlicht von am 17/10/2016

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