Jun 172014
 

Lietsch-TaktikDas Spiel zum Saisonabschluss um Platz 4 entschied Lietsch auswärts klar mit 1:4 gegen den FC Stein b. Wiederum mit einer modernen Dreierkette nahe an der Perfektion. Highlight: Bato wechselt sich selber ein. Merke: Gib einem Handballer keine Handschuhe. Die 100%-Siegesquote vom Präsidenten-Trainer hält.

Bereits im Vorfeld schickte der Präsidententrainer für sein 2. Spiel als Lietsch-Trainer die Matchkarte sowie die taktischen Vorgaben per E-Mail an alle Spieler. So waren nicht mehr viele Worte nötig vor der Partie. Die Richtung war klar. Zum Glück meldete sich Flönder nachträglich noch als 2. Auswechselspieler. Preesi gab sein Debut als Fussballgoalie. Der Stammtorhüter weilte am Greenfield Festival in Interlaken.

Herausragende 1. Halbzeit

Gegenüber dem 1. Spiel als Trainer gegen Gelterkinden änderte die Doppelsechs. Otze rutschte in die Dreierkette als rechter Innenverteidiger. Geburtstagskind Bird spielte für den WK-abwesenden Bestie Müller den linken Aussenläufer. Anstatt mit Stossstürmer und zurückhängender Spitze, startete Lietsch mit einem Zweimann-Sturm und einer klassischen 10.

Die 1. Halbzeit entschieden wir mit 3:0 für uns. Unsere Raumaufteilung war sensationell. Jeder Rebound landete bei uns. Wir konnte die Bälle sogleich weiterleiten. Die Doppelsechs löste gekonnt die Angriffe über die Seiten aus. Das Verschieben und Nachrücken klappte vorzüglich. Der Beweis: Alle drei Tore gingen auf das Konto des Mittelfeldes. 2x Prinz (Doppelsechs) und 1x Bird (linker Aussenläufer).

2. Halbzeit mit Personalrochaden

Auf der Bank hatten wir für die 2. Halbzeit die beiden Oldies Flönder und Thilo. Flönder ist wie geschaffen für die Position des rechten Aussenläufers. “Von den Spielanlagen her ist das einer wie Lichtsteiner. Viel Zug nach vorne, super Flanken und steter Offensivdrang ohne die defensiven Pflichten zu vernachlässigen”, erklärt der Präsidenten-Trainer und fügt hinzu: “Aber im Gegensatz zu Lichtsteiner reklamiert Flönder nicht beim Schiedsrichter und verwirft nicht dauernd die Hände.” Thilo hingegen ist eher für die Dreierkette prädestiniert. Er hat das Auge, die Ruhe, die strategischen Eigenschaften, kann das Spiel lesen und auch mit dem Vordermann kommunizieren.

In der 55. Minute der 1. Wechsel: Hogge macht Platz für Flönder und ruht sich eine Viertelstunde als Linienrichter aus. Hatsch schiesst das 4:0. In der 70. Minute erfolgt ein Doppelwechsel: Die Ü30-Fraktion um Bato und dem formstarken Alen (sieht man sogar, wenn er das Trikot auszieht) hat ihren Dienst erfüllt und bekommt eine frühzeitige Ruhepause nach unermüdlichem Einsatz in diesem Hitzespiel. Hatsch übernimmt die 10er-Position. Vögge rückt nach vorne auf den linken Aussenläufer. Neues Sturmduo: Bird und Hogge.

Bato spielt den Netzer

Fünf Minuten später wechselt sich Bato selber ein für einen Elfmeter. Hatsch übergibt ihm die Kapitänsbinde, die Bato erst gar nicht anzieht. Er tritt mit der Binde in der Hand den Elfmeter. Leider scheitert er am reflexstarken Torhüter. Bato wechselt sich nach dem nächsten Unterbruch gleich wieder selber aus. Vögge erhält eine Gelbe wegen eines klassischen Foulspiels. Ab diesem Zeitpunkt beginnt er ein kleines Privatduell mit seinem Gegenspieler. Ein paar Minuten später bekommt Vögge selber eins auf die Socken. Gelb-Rot gefährdet nimmt der Präsidenten-Trainer den Vögge aus er Schusslinie und gibt Bato nochmals einen fünfminütigen Einsatz auf dem Spielfeld.

Kurz vor Schluss kassiert Preesi noch ein Gegentor. Es wäre die 1. Gelegenheit im Spiel gewesen, sich richtig auszuzeichnen. Vorher musste er “nur” ein paar Flanken und weite Bälle entschärfen. Der Ball rutscht ihm jedoch aus den Handschuhen. “Den hätte ich halten müssen”, gibt sich Preesi selbstkritisch. “Aber als Handballer fehlt mir das Ballgefühl mit Handschuhen. Das nächste Mal im Tor nehme ich lieber Harz.”

Neue Generation übernimmt

Nach dem Schlusspfiff ging es weiter mit der S-Bahn nach Rheinfelden. Auf der unvergesslichen Rhein-Schifffahrt hielt Lietsch seine bereits 12. Generalversammlung ab! Chapeau an die beiden Gründer Thilo und Preesi für die Konstanz und Beständigkeit. Es ist nicht selbstverständlich, dass so ein Projekt immer noch hält. Die GV verdankt deren Verdienste mit einer minutenlangen stehenden Ovation!

Nun übernimmt eine neue Generation die sportliche Leitung. Kapitän Hatsch wird nächste Saison Spielertrainer – assistiert von Mäx. Sollte es sportlich nicht laufen, können die beiden auf ein bewährtes Mittel zurückgreifen, welches bis jetzt eine 100%-Siegesquote garantiert hat: Weg vom System Spielertrainer auf das System Präsidententrainer.

Telegramm FC Stein b vs. Lietsch City F.C.

 Veröffentlicht von am 17/06/2014

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