Mai 212006
 

Widmen wir uns für einmal den Rängen. An den Erfolgen der Mannschaft nicht unbeteiligt sind die treuen Matchbesucher, welche durch ihre lautstarke friedliche Art einen erheblichen Anteil an der Entstehung des Mythos Lietsch City haben. Ihnen gebührt der heutige Ruedi. Aber schön der Hierarchie nach.

Yves Krebs aus Frenkendorf ist ein fussballbegeisterter junger Mann. Neben dem 1.FC Köln, dem FC Basel und der Schweizer Nationalmannschaft, schafft es bisweilen auch der Lietsch City Football Club, fanatische Tendenzen des Studenten offen zu legen.

24. Ruedi der Woche: Yves „Colonia“ Krebs.

Er gilt als Erfinder der inoffiziellen Hymne „U-UEFA-Cup“ und drohte wiederholt mit einem Flitzerauftritt. Letzterer wurde mit dem Argument zu vieler anwesender Frauen und Kinder erneut aufgeschoben. Ein weiters Highlight kürzlich in der Arisdorf Arena. Als Schiedsrichterin Vroni Schluchter kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit des Derbys gegen Frenkendorf das Spiel kurz unterbrach, ahnte niemand, dass es des ersten Stadionverbotes in der Geschichte Lietsch Citys willen geschah. Just in dem Moment, in dem Krebs seinen neuen Sprechchor initiieren wollte, wurden er und seine Backgroundsänger (Kassier Foertsch und Mittwochsgrütze Eglin) auf Grund Glasflaschenhandlings des Feldes verwiesen.
Weitere Fans der gehobenen Weltklasse:

Grunz wollte den Award, obwohl er eigentlich Spieler ist. Plemmeplemme.
Nachdem Benj „Granate“ Fässler in Pratteln die Seinen zum überraschenden Sieg gepfeffert hatte, übernahm Michi „Schisspsalm“ Dür das Szepter in der Garderobe. Der Torschütze musste keinen Finger mehr rühren. Vom Einseifen übers Ankleiden bis zum Frisieren übernahm sein Mitbewohner und grösster Fan mit der lautstarken Unterstützung der anderen Fans, welche die Umkleide gestürmt hatten, diese mühseligen Handgriffe
Am selbigen Abend spendierten die Ersatzspieler dem Team zwei Harassen Bier aus dem Pratteler Clubhaus. Da die Spieler beim Bierli-Verschlucken versagten, musste der harte Kern der Fanszene dran glauben. Allen voran Oli „Schnauz“ Walter nötigte sich und seine Nächsten bis zur letzten Flasche in der Sandgrube auszuharren. Der Bierrekord von 1999 dürfte gefallen sein.
Als mit Abstand treueste Sektion in der Kurve gilt unbestritten der offizielle Fanclub Hölschte-Ammel, welcher regelmässig eine beachtliche Gruppe von Zuschauern stellt. Seine Choreographien, Fahnen und Schals sorgen auch optisch für Furore. Stellvertretend nominiert war Rahel „Traumfrau“ Gass.
Thuri „Durri“ Thueli verwechselt regelmässig den FCB mit dem LCFC. Sein Auftreten bei den Spielen darf getrost als nicht mehr wegzudenkende Mischung aus Ostblockhooliganstil, Tuningszenechic und Finanzetagengehabe bezeichnet werden.
In den rosaroten Sektor abgedriftet ist Simi „Preesi“ Wahl. Der lauwärmste Präsident der Schweiz verpasste wichtige Spiele wegen Mister Schweiz Wahlen oder Pur-Konzerten, verteilt aber auch Rosen an die Matchbesucherinnen unter dem Motto „Lietsch City – one family“.

Die Lietsch City Fangemeinde nimmt jeden auf. Vergiss die Pfadi. Vergiss Deine Briefmarkensammlung. Vergiss die ARD-Sportschau. Samstags geht’s zu Lietsch City!

„Ja dat ist priiima in der Arisdorf Areeena!“

 Veröffentlicht von am 21/05/2006

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